Vorsicht wenn die Stadt (LIG) Angebote macht!

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Irgendwie war es ja zu erwarten, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Allerdings ist alles ganz anders als erwartet, also doch unerwartet.

Soweit klar?

Der Gutachter hat sein Verkehrswertgutachten gemacht und es mir natürlich nicht ausgehändigt, da die LIG der Auftraggeber ist.

Die LIG hat das Angebot gemacht, nun doch einfach in den bestehenden Vertrag einzutreten und doch nicht nur das Teilgrundstück, sondern das ganze Grundstück zu erwerben. Mit der Erstkäufer ist man sich auch schon einig, der bekommt das Restgrundstück, auf dem er dann fleißig bauen kann.

Wieso verhandelt die LIG ohne jegliche Eigenschaft als Eigentümer über die Verteilung meines Eigentums?

Okay, das Angebot kam 4 Tage vor dem Sitzungstermin der entscheidenden Gruppe, die überhaupt erst beschließt, ob das Vorkaufsrecht ausgeübt wird. Bemerkenswert ist auch, dass es bisher immer nur im die Teilgrundstücke ging, für die ich ja auch schon eine Flurkarte erhalten habe. Man hat mich auch schon aufgeklärt, dass ich später einen Antrag stellen kann, dass das gesamte Grundstück erworben wird, wenn es mir wirtschaftlich nicht anders zuzumuten ist.

Warum ist jetzt alles anders?

Ich habe grade das Verkehrswertgutachten erhalten und siehe da, der festgestellte Verkehrswert liegt knapp 100.000,-€ über dem Verkaufspreis.

Der Verkaufspreis beinhaltete meinen Anteil an den umfangreichen Sanierungen (ca. 500.000,-€) die der Erstkäufer vornehmen wollte und meinem festen Willen dieses Haus erhalten zu wollen.

Der Senat erklärte am 10.07.2020 „Die FHH wird Grundstücke, die für den Hochwasserschutz benötigt werden, von den betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern zum Verkehrswert erwerben. Gemäß § 194 des Baugesetzbuches (BauGB) ist der Verkehrswert der Marktwert eines Grundstücks.“

Es ist also der Verkehrswert zu zahlen!

Die LIG sieht das anders. Wenn der erzielte Preis 20% über dem festgestellten Verkehrswert liegt, zahl sie nur den Verkehrswert, liegt er drunter bleibt der Verkäufer nach Ansicht der LIG darauf sitzen. Solche einseitigen Verfahren haben vor keinem Gericht bestand!

Ich will hier nicht meinen individuellen Fall in den Mittelpunkt stellen und werde die nun folgenden rechtlichen Schritte auch nur oberflächlich beschreiben, allerdings sollten alle gewarnt sein, die beabsichtigen unter den aktuellen Bedingungen zu verkaufen. Es sollte jedes Detail im Kaufvertrag stehen, damit die LIG keinen Interpretationsspielraum bekommt.

Übirgens dies Ist § 263 StGB:

§ 263
Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

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