Vorkaufsrecht am Allermöher Deich 445 aufgeklärt, aber nun sind wohl zukünftig alle am Deich betroffen

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Halb so schlimm, aber auch nicht schön.

Es trifft wohl doch alle die ein Haus am Deich haben und verkaufen wollen und nicht nur die deren Häuser im Deichgrund stehen.

Die LIG übt nämlich ihr Vorkaufsrecht auf die Teilflächen aus, die zum Deichgrund und der 3 Meter Schutzzone bestehen.

Insofern Entwarnung! Die bisher „gekauften“ Objekte stehen außerhalb dieser Linie und bleiben da wohl auch, wenn dann der Käufer das auch so möchte und der Verkäufer keinen Antrag auf den Gesamtankauf gestellt hat.

Das heißt, Häuser die außerhalb dieser Zone stehen bleiben stehen und können verkauft werden.

Es reißt sich aber sicherlich niemand darum, dass nach dem notariellen Verkauf die Stadt aufpoppt und erst einmal 2 Monate der Verkauf ins Stocken kommt. Denn das ist die Frist die die Stadt sich gibt, ein Gutachten zu fertigen und dann das Ganze auch noch vom zuständigen Ausschuss absegnen zu lassen. Es kann auch länger dauern, wenn es kompliziert ist, aber auch schneller gehen, wenn die LIG nichts Besseres zu tun hat.

Bleibt offen, wie sehr die „Erstkäufer“ darauf Lust haben, denn in der Regel fallen für die Finanzierung dann auch erst einmal Bereitstellungszinsen an.
So ein richtiger Kaufpreis ist dann ja auch noch nicht klar. Der Erstkäufer muss weniger zahlen, weil er auch weniger bekommt. Ob die Stadt die Differenz trägt, oder nach dem eigenen Gutachten doch nur den Verkehrswert ist genauso fraglich wie dessen Ermittlung. Alle Makler müssen hellwach sein und unüblicherweise ihre Provision mit in den Kaufvertrag aufnehmen, oder sie dem Verkäufer in Rechnung stellen, der sie im Kaufpreis unterbringt.

Wie potenzielle, oder in dem Fall ja schon reale, Käufer es finden, dass erst einmal das Traumgrundstück von der Stadt geteilt wird ist abzuwarten. Ein bitterer Beigeschmack bleibt auf alle Fälle, wenn man sich darüber Gedanken macht, welche Eingriffe sich zukünftig noch ergeben werden.

Eher amüsant ist aber der Gedanke an zukünftige Anschlüsse an das Drucksiel. Diese werden nämlich nach Grundstücksbreite an der Straße berechnet. An der Straße gehört aber zukünftig alles der Stadt, und dann müsste die Stadt doch wohl zahlen, oder 😉? Okay, es ist eh fraglich ob das Drucksiel als parallel im Deich verlaufender Einbau überhaupt mit dem Hochwasserschutz zu vereinbaren ist.

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