Und weiter werden wir für blöd verkauft!

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Das offizielle Hamburger Wohnlagenverzeichnis 2019 zeigt am Allermöher Deich, dass offensichtlich schon lange klar ist was mit der Dove Elbe bis zur Kirchenbrücke passieren wird.
Da wartet man doch nicht auf das Ergebnis eine Studie, deren Auftrag ohnehin nur der Beweis der Machbarkeit ist.

Wassergrundstücke, also die mit dem wunderbaren Blick, den eigenen Anlegern, den eigenen Badestellen, den Südgärten hinter dem Haus, sind einfach nur „normale“ Wohnlage, während Immobilien auf der Landseite des Deiches weiterhin gute Wohnlage sind.
Klar, der direkte Blick gegen einen Deich, der doch erhebliche Autoverkehr auf dem Allermöher Deich, die Gärten in Richtung des schattigen Nordens, sind definitiv wesentlich wertvoller als die schnöde Romantik auf der anderen Seite. Oder?

Leider drängt einem dieser neue Umstand doch wieder auf, dass es sehr wohl schon mächtig um die Anbindung an die Tide-Elbe geht, auch wenn dies immer wieder dementiert wird.

Spätestens wenn einem potenziell 2x am Tag der halbe Garten unter Wasser steht und es dazwischen nach Faulgasen riecht, passt die Eingliederung in „normale“ Wohnlage vorerst ganz gut. Ausserdem muss man in den nächsten Jahren ja auch damit rechnen an einer andauernden Großbaustelle zu leben.

Bevor sich jetzt eventuell wieder Entscheider und Kritiker gegen diese Darstellung verwehren wollen, wäre es doch interessant, warum die „normale“ Wohnlage genau an der Kirchenbrücke endet, also dort wo die neue Mittelschleuse entstehen soll und danach alles doch wieder gute Wohnlage ist.

Ein weiterer, sicherlich nur zufälliger, Vorteil für den Irrsinn wird sein, dass man natürlich seitens der Stadt zu einem erheblich geringeren Verkehrswert kaufen und wohl dann auch bald enteignen kann, als wenn es bei einer guten Wohnlage bliebe.

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