Kommentar zu: Bestandsaufnahme zu den Deichen hinter Sperrwerken und an tidefreien Gewässern – Deiche der Dove-Elbe und Billwerder Bucht – von 01.2015

Dieser Projektbericht wurde im Auftrag der LSBG erstellt, ist aber auf deren Seiten nicht erhältlich. Hier schon!

Neben einem wirklich interessanten Einblick in die Historie der Dove Elbe geht es hier um den Zustand der Deiche und Dämme.

Unterm Strich wird festgestellt was alle wissen. Die Deich hinter Schleusen und Sperwerken sind schlecht gepflegt und teilweise unerlaubt genutzt.

Es wird aber auch ausgeführt, dass selbst das Vorland der Dove Elbe bei Nutzung der bisherigen Kapazitäten bei Sturmfluten nicht überflutet wird und die Häuser vergleichsweise sicher sind.

Besonders interessant ist, dass hier vorgeschlagen wird die Deiche der Dove Elbe aus der Deichordnung zu nehmen, da diese keine Anwendung findet.

Auf Seite 16 werden Deichabschnitte aufgeführt die nur noch Dämme sind und deshalb nicht mehr zur Deichordnung gehören. Dazu gehört auch der Ochsenwerder Norderdeich, also der Deich gegenüber des Moorfleeter Deichs. Am Moorfleeter Deich wird aus Hochwasserschutzgründen das Vorkaufsrecht ausgeübt, während auf der anderen Seite nicht einmal ein offzieller Deich ist!

Die Deichhöhe auf Höhe der Allermöher Kirche beträgt 4 Meter und bei der Krapphofschleuse nur noch 2,6 Meter.

Was soll also diese Lamentiererei mit dem Hochwasserschutz und notwendigen Abrissen wenn an anderer Stelle das Wasser einfach freien Lauf hat?

Kommentar zum Bericht Sturmflutschutz in Hamburg gestern – heute – morgen des LSBG

2003 ist schon etwas her, aber da es nichts neueres gibt, muss man davon ausgehen, dass dies die aktuelle Situation im Sturmflutschutz wiederspiegelt

An keiner Stelle wir erwähnt, dass vorhandene Binnendeiche ein Rolle im aktuellen Konzept spielen oder in Zukunft spielen sollen.

Im mindesten hätte es also eine Grundsatzentscheidung mit anschließenden Planfeststellungsverfahren geben müssen.

Es darf nicht zugelassen werden, dass mittels Rechtsbeugung Eigentum von Steuerzahlern entwertet wird!