Die Annahme, dass das Vorkaufsrecht das Gleiche zahlt wie im Kaufvertrag verhandelt ist falsch!

Die Stadt muss (und will auch gar nicht) nicht das gesamte Grundstück so wie mit dem Käufer vereinbart erwerben. In der Regel besteht das Interessen ja nur an dem Teil der im Deichgrund steht, zuzüglich Schutzstreifen von 3 m.

Im Prinzip kann man darauf bestehen, dass das gesamte Grundstück gekauf wird, wenn der Teilkauf wirtschaftlich nicht zumutbar ist (BGB).

Aber

Den Kaufpreis für alles gibt es nur, wenn der Stadt eigene Gutachterausschuss einen Verkehrswert ermittelt, der maximal 20% niedriger ist als der erreichte Kaufpreis.

Die LSBG will ja nur die Deichlinie haben und nicht den Rest.

Okay, dummerweise steht da nun das Haus drauf, den verbleibenden Rest vom Grundstück kann man schon mal abziehen. So ein Grundstück ist ja ordentlich was wert! -Vor allem wen überall Häuser abgerissen und neu gebaut werden.

Absehbar wird sicherlich das günstigere Angebot Siegen und statt einem fertig abgewickelten Verkauf steht man mit einem genervten Erstkäufer da, der ein Haus gekauft hat und nun ein leeres Grundstück,  vorerst ohne Baugenehmigung,  an der Backe hat. Zum Glück steht in üblichen Kaufverträgen “frei von Vorkausrechten”. Wetten was passiert?

…mit Pech wird man dann auch noch für die entstandenen Kosten angegangen.

Noch ein “guter Freund” wird frustriert die Szene verlassen. Der Makler der den Verkauf zustande gebracht hat. Denn leider zahlt die Stadt dem Makler keinen Pfennig, wenn das, wie üblich, nicht im Kaufvertrag steht.