Stand am 29.07.2020

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  • Aus Basis einer fachlichen Stellungnahme der LSBG, Mitte 2019, werden ab 2020 alle Grundstücke an den Deichen der Dove Elbe mittels Ausübung des Vorkaufsrechts, mit der Begründung gestiegener Ansprüche an den aktuellen und zukünftigen Hochwasserschutz, von der Stadt entweder zum Verkehrswert, oder Verkaufspreis (was eben günstiger ist) gekauft. Einen Beschluss oder ein Planfeststellungsverfahren gibt es dazu nicht.
    Die ursprüngliche Behauptung, dass nur Häuser im Deichgrund betroffen sind ist dadurch wiederlegt, dass alle bisher erwobenen Häuser nicht im Deichgrund stehen.

  • Die Dove Elbe wird seitens des Senats und der Behörden mit der Este und Billwerder Bucht gleichgesetzt.
    Sachlich richtig ist aber, dass die Dove Elbe mit der Bille und ihren Nebengewässern im schiffbaren Bereich zwischen Billbrook, Borgfelde und Klostertor, sowie Harburger Binnenhafen und alter Süderelbe zu vergleichen ist.
    Denn alle Gewässer befinden sich hinter Schleusen und haben keinen Tiden-Hub!
  • Auch in der Risikoermittlung zum Hochwasserschutz sind diese Gewässerbereiche mindestens gleich zu setzen, auch wenn aufgrund der Tatsache, dass die Bille und ihre Nebengewässer mit insgesamt 3 (2) Schleusen eine Verbindung zur Tide-Elbe hat, ein 3 (2)x höheres Risiko durch technische Probleme besteht und es keinerlei Hochwasserschutz dort an den Ufern gibt.
  • Die Dove Elbe verfügt nur auf der Nordseite über Deiche die der Deichordnung unterliegen. Der Ochsenwerder Norderdeich z.B. unterliegt dieser nicht, weshalb dort grade Häuser in den Deichgrund gebaut werden dürfen und auch weiter Baugenehmigungen erteilt werden.
  • Vorkaufsrechte wurde bisher in 4 Fällen am Allermöher- und Moorfleeter Deich ausgeübt.
    In keinem Fall sind Häuser im Deichgrund oder dem Schutzstreifen betroffen, sie liegen alle zwischen 7 und 28 Meter außerhalb und damit laut LIG im möglichen Baugrund.
  • Die Stadt informiert unter: https://www.hamburg.de/binnendeiche über ihre Argumente.
    Dabei nutzt sie Bilder die gar keine Deiche sondern Dämme zeigen die nicht der Deichordnung unterliegen.
    • Es wird seitens der Stadt wissentlich mit unrichtigen Vergleichen argumentiert. Ein Vergleich eines Sperrwerks mit einer Schleuse ist schlichtweg Unsinn. Bei einem defekten Sperrwerk läuft die Flut ungehindert weiter. Bei einer Schleuse ist immer ein Tor geschlossen, eine Flut kann in keinem Fall weiter einlaufen!
    • In der gesamten Darstellung ist an keiner Stelle der eigentliche Grund für die Ausübung von Vorkaufsrechten genannt.
  • Eine aktive Kommunikation der BUE, LSBG oder deren Vertreter mit den Betroffenen gibt es nicht!
  • Offene Fragen konnten in Form von kleinen Anfragen an den Senat gestellt werden.
    Die Antworten sind ausweichend und durchweg unbefriedigend.
  • Unsere Fragen an die Abgeordneten des Hamburger Senats über abgeordnetenwatch.de wurden von einigen wenigen Abgeordneten beantwortet. Fast textgleich wird immer wieder mit Hochwasserschutz argumentiert, ohne die Tatsachen zu beachten.
    In keinem Fall wird darauf eingegangen, dass es gar keine komplette Eindeichung der Dove Elbe gibt, die doch Voraussetzung für irgendeinen Flutschutz sein muss.

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