Kommentar zum Bericht des Hamburger Abendblatt vom 26.06.20

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Im Bericht heißt es:

Auf Abendblatt-Anfrage bestätigte ein Sprecher der Umweltbehörde, dass derzeit „drei Verfahren zum Vorkaufsrecht für den Hochwasserschutz am Allermöher Deich“ laufen. Die Nutzung der zweiten Deichlinie für das Flutmanagement werde sich allerdings über viele Jahrzehnte hinziehen. „In den kommenden 100 Jahren nutzt die Stadt aber das ihr gesetzlich zustehende Instrument des Vorkaufsrechts konsequent, um die erforderlichen Flächen zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes nach Deichordnung auch an der zweiten Deichlinie gewährleisten zu können“, heißt es in der Stellungnahme der Behörde.

Die Stadt reagiert mit diesen Plänen auf den Rat von Experten. So hat die Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Binnenhochwasserschutz unter Berücksichtigung von Ökologie und Ökonomie“ die Folgen des Klimawandels für die Dove Elbe mit ihren Zuflüssen Bille und Gose untersucht und unter anderem die „Schaffung von Speichervolumen im Vorland“ als wirksamste Variante empfohlen.”

Die Studie empfiehlt Schaffung von Speichervolumen im Vorland. Bei dem Gebäude Allermöher Deich 95 handelt es sich um ein Haus im Hinterland!

Die Studie geht davon aus, dass 2035 ein ca. 8 cm höherer Wasserstand zu erwarten ist. Dafür sollen historische Gebäude agerissen werden?

Warum möchte die Stadt in den nächsten 100 Jahren ihr Vorkaufsrecht ausüben und Abrisse durchführen, wenn, aus der Studie ersichtlich, der Bedarf bereits in 15 Jahren besteht? Wohl doch Enteignung und nicht nur Vorkaufsrecht, sonst klappt das nicht.

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