Es geht doch um den Anschluss an die Tide-Elbe!

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In der TAZ von heute ist zu lesen:

“… Im Rahmen des Forums Tideelbe, dem Vertreter der Umwelt- und Wirtschaftsverbände sowie der Verwaltung angehören, wird zurzeit geprüft, ob ein Tide-Anschluss sinnvoll, technisch und rechtlich machbar sowie ökologisch vertretbar ist – so schildert Björn Marzahn von der Behörde für Umwelt und Energie den aktuellen Planungsstand. Als Folge einer solchen Öffnung wäre auch an den Ufern der Dove-Elbe mit starken Hochwassern zu rechnen, sodass die bisherigen Deiche nicht mehr ausreichen würden.

Für diesen Fall will der Senat vorsorgen, weshalb er für jedes Haus, das einer Deicherhöhung im Wege stehen könnte, sein gesetzlich verbrieftes Vorkaufsrecht ausübt. Denn Deiche fressen Platz. Für jeden Meter, den sie in die Höhe wachsen, müssen sie um ein Vielfaches breiter werden. Das Vorkaufsrecht gelte für alle Flächen, „die für Zwecke des Hochwasserschutzes gegenwärtig oder zukünftig benötigt werden“, sagt der Pressesprecher der Finanzbehörde Claas Ricker. …”

Nicht nur, dass damit die 4 Behörde, neben LSBG, LIG und BUE, den insgesamt 7ten Grund für die Inanspruchnahme von Vorkaufsrechten nennt, es ist auch endlich die Wahrheit!

BUE und die anderen schworen ja bereits, dass das alles nichts mit einem eventuellen Wideranschluss der Dove Elbe an die Tide-Elbe zu tun habe.

Es wird keine Enteignungen geben, sondern lediglich konsequent das Vorkaufsrecht ausgeübt, ist in der TAZ auch noch zu lesen.
Wie soll das gehen? Wartet die Flut bis auch der letzte verkauft hat?
Anschluss an die Tide-Elbe erst nachdem in mehreren hundert Jahren jeder Grund gekauft werden konnte?
Darüber hinaus braucht es konkrete Gründe und Entschlüsse. Für ein abesehbar scheiterndes Projekt Vorsorge zu treffen in dem man Eigentümer ruiniert ist wohl kaum geeignet.

Wer soll das glauben?
Neben der Tatsache, dass bereits jetzt der Grund und Boden nichts mehr Wert ist, weil er am freien Markt nicht gehandelt werden kann, ist doch wohl klar, dass in der Folge einer Entscheidung für die Wideröffnung auch umgehend enteignet wird.

Wann bezieht die Stadt endlich Stellung und nennt rechtsverbindlichen Gründe?

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