Die LIG lässt ihre Kunden hängen!

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Es braucht schon eine gehörige Portion Sarkasmus, um den Umgang der LIG (Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen) mit ihren Kunden nicht einfach durch Gerichte klären zu lassen.

Es scheint als sei man dort derart mit sich selbst beschäftigt, dass für die aktive Abwicklung von getätigten Käufen niemand mehr Zeit hat.

Bereits Anfang August hatte die LIG mittels Ausübungsbescheid mitgeteilt das Gebäude Allermöher Deich 95 zu erwerben, zukünftig zu entmieten und dann abreißen zu wollen.
Ob der LIG bekannt ist, dass dies auch als Ankündigung einer Straftat verstanden werden kann?

Ursprünglich wurde das Haus Anfang April an einen solventen Käufer verkauft, der mit erheblichem Aufwand das Gebäude sanieren und weitervermieten wollte. Kurz nach dem Notartermin kam die LIG auf den Plan und kündigten an die Ausübung des Vorkaufsrechts prüfen zu wollen.

Alleine, dass die LIG sich 2 Monate für die Entscheidung ob nun das Vorkaufsrecht ausgeübt wird oder nicht herausnimmt, grenzt an eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass der Verkäufer natürlich eine zuverlässige Planung der Verkaufsabwicklung braucht, um selbst eine neue Immobilie erwerben zu können.

In diesem Fall mussten bisher 3 Immobilien abgesagt werden, da es zu keinerlei verlässlichen Vereinbarungen mit der LIG gekommen ist. In dieser Zeit, der einzig von der LIG zu verantwortenden Verzögerungen (5 Monate), sind die Immobilienpreise im Hamburger Umland um ca. 5% gestiegen. Bei einer günstigen Immobilie von rund 300.000,- € sind das schon 15.000,- € die beim Kauf mehr aufzuwenden sind.

Immer wieder erhält man Aussagen wie „es liegen intern noch nicht alle Stellungnahmen vor“ oder man findet neue Vereinbarungen in einem Vertrag der eigentlich nur zu übernehmen und nicht zum eigenen Vorteil anzupassen ist.

Natürlich möchte die LIG auch nicht die Kosten zahlen, die entstehen, wenn man einen Vertrag ohne Mitwirkung des Maklers abschließt, der die exklusiven Vermarktungsrechte inne hat und diese explizite im Maklervertrag ausgewiesen sind.

Ursprünglich hätte der Kaufpreis bereits Ende Mai gezahlt sein sollen. 5 Monate werden jetzt schon Zinsen gezahlt, die nicht angefallen wären, wenn der Verkauf an den Käufer nicht hätte abgebrochen werden müssen. Mit rund 5.000,- € schlägt das zubuche.

Bei einer Preissteigerung von 10,8% p.A. im Umland von Hamburg, sind durch die Verzögerungen durch die LIG fast 40.000,- € entgangener Ertrag entstanden. Davon will die LIG sicherlich auch nichts wissen.

Eigentlich will die LIG überhaupt nicht kooperieren.

Ohne jegliche Besichtigung, ohne persönlichen Kontakt und offensichtlich auch ohne ausreichende soziale Kompetenz, erhält man Mitteilungen darüber, dass die sich auf dem, dem Verkäufer verbleibenden, Grund und Boden befindlichen Infrastruktur mittels Eintragung im Grundbuch einfach genutzt werden soll. Kein Wort darüber, dass das natürlich nicht umsonst möglich sein wird. Hier heißt es dann „man habe eine betriebstüchtige Immobilie erworben und dazu gehören die Nutzung von Drucksiel und Regenwasserspeicher, auch wenn diese sich gar nicht auf dem erworbenen Grund befinden.“
Interessanter Denkansatz!
Beim nächsten Mal erwerben die nur die Eingangstür und glauben dadurch ein Gebäude erworben zu haben, oder was?

Eigentlich sollte man sich bei einer derartigen Ausgeburt von Dilettantismus zurücklehnen und abwarten bis der sich ergebende Schadenersatz die Wunden im eigenen Verständnis heilt.
Es geht hier aber nicht nur um diesen Fall, sondern um gut 220 in Zukunft betroffene Gebäude, denen das Gleiche blüht.

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