Hamburg will massenweise Häuser am Deich abreissen lassen!


Moin vom Deich,

Ab sofort und für die nächsten 100 Jahre wird Hamburg im Namen der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) von seinem gesetzlichen Vorkaufsrecht in den Vier und Marschlanden bei Gebäuden im Deichgrund ausüben.

Laut der Behörde für Umwelt und Energie werden Gebäude, die dadurch im Öffentlichen Deichgrund stehen, umgehend abgerissen um die Deichlinie gemäß Deichordnung herzustellen.

Das heißt, dass ab sofort derartige Immobilien nicht mehr verkäuflich sind und damit höchstens noch den Verkehrswert wert sind. Dieser wird natürlich steil nach unten fallen, da es keine Vergleichswerte mehr gibt und die Bodenrichtwerte sicherlich auch dieser Richtung folgen.

Am 02.07.20 konnte man aber in der TAZ lesen, dass ein Sprecher der BUE zugab, dass man ja Deiche erhöhen müsste wenn die Dove Elbe wieder zur Tide-Elbe gehört.
Es gibt nicht einmal eine fertige Studie dazu, geschweige denn ein Planfeststellungverfahren. SPD, CDU, LINKE und FDP lehnen diesen Unsinn ohnehin ab.

Nicht genug damit!

Wenn man das Hochwasser eines Flusses zurückhalten will braucht es logischer Weise je einen Deich auf jeder Seite des Flusses. Dumm nur, dass zwar die nördlichen Deiche wie Moorfleeter Deich und Allermöher Deich als Deich und Flutschuztanlage geführt werden, der südlich belegene Ochsenwerder Norderdeich aber nur als Damm.
Damit gehört er nicht zur Deichordnung und die Stadt dürfte keinen Zugriff haben.
Wie man jetzt aber Vorkaufsrechte und eventuelle spätere Enteignungen unter solchen Bedingungen durchbringen möchte ist sehr fraglich, da man sich auch noch damit auseinandersetzen muss, dass der Landesbetrieb LSBG, 2015 noch einen Bericht verfasst hat, indem unter anderem vorgeschlagen wird die Binnendeiche komplett aus der Deichordnung zu nehmen.

Im Übrigen werden neue Maßnahmen des Hochwasserschutzes erst 2021 geplant, denn dies ist in den Richtlinien für das Hochwassermanagement so festgelegt und öffentlich kommuniziert.

Bemerkenswert ist, dass das Tide-Elbe Projekt gar nicht dem Flutschutz, sondern der Sedimentproblematik dient. Damit schließen sich Vorkäufe und Enteignungen aus Hochwasserschutzgründen aus -und dafür gibt es glücklicherweise Gesetze.

Es sollte jeder betroffene Eigentümer proaktiv seine eigene Situation klären lassen. Ggf. macht es auch Sinn sich im Rahmen einer Bürgerinitiative Gehör zu verschaffen und diese Eingriffe in die Kulturlandschaft zu verhindern.
Gerne halte ich Interessierte auf dem Laufenden.

Bitte einfach unter dirk@barthel.hamburg kurz die eigenen Kontaktdaten senden, oder hier registrieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Barthel

Allermöher Deich 95

21037 Hamburg

T:  +49 (040) 7371 7371

F:  +49 (040) 7371 7370

M: +49 (0176) 44444 041

@: dirk@barthel.hamburg

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